Lokalzeit WDR - Mauve unterstützt Freifunk-Initaitive


 

 

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Kostenloses Internet in Flüchtlingsunterkünften

Von Dirk Biernoth

Der Kontakt in die Heimat ist für viele Flüchtlinge ohne Internet fast unmöglich. Der Verein Freifunk will deshalb WLAN in die Flüchtlingsunterkünfte bringen - und zwar so, dass dafür im Heim selbst kein Internetanschluss notwendig ist.


W-LAN für Flüchtlinge
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Mit dem Handy die Verbindung zur Heimat halten

Philip Berndroth engagiert sich schon seit Jahren für den Verein Freifunk. Die "Mission" der Freifunker war es bisher, vor allem in Städten kostenloses, freizugängliches WLAN einzurichten. Jetzt wollen sie auch den Flüchtlingen helfen. "Es ist für die Flüchtlinge unheimlich wichtig, dass sie über das Internet kostenlos ihre Verwandten anrufen können", sagt der Vereinsvorsitzende Berndroth. Zurzeit gehe dies nur über teure Prepaidkarten, die sich die Flüchtlinge oft gar nicht leisten könnten. Erste Flüchtlingsheime in Essen sind schon mit WLAN versorgt. Wo es freies Internet gibt, hängt aber vor allem davon ab, ob jemand einen Teil seines Internets spendet. Es kommen fast jede Woche neue WLAN-Router hinzu. Wo es im Ruhrgebiet schon überall Zugangspunkte gibt, kann man auf einer Karte nachschauen.

Kostenloses Internet ohne eigenen Anschluss


Denn das Prinzip der Freifunker beruht darauf, dass Privatleute oder Firmen einen gewissen Anteil ihres Datenstroms für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Jeder kann also mit einem speziellen WLAN-Router, den es beim Verein Freifunk schon für 15 Euro gibt, einen Teil seines Internets spenden. Wenn in der Nachbarschaft viele mitmachen, dann verbinden sich die WLAN-Router zu einem gemeinsamen großen WLAN-Netzwerk. Oder aber man verteilt Internet per Richtfunk - wie zum Beispiel Christian Mauve. Seine Software-Enticklungsfirma hat ihren Sitz im ehemaligen Wasserturm in Essen-Steele und sendet von dort in ein Flüchtlingsheim. "Mir ist es wichtig, dass ich als Unternehmer mich auch für die Flüchtlinge engagiere", sagt der Software-Entwickler, "deshalb habe ich etwas mehr Geld in die Hand genommen und eine Richtfunkantenne auf dem Dach des Wasserturms installieren lassen." Die Richtfunkantenne sieht ein wenig aus wie eine kleine Satelliten-Schüssel. Sie sorgt dafür, dass das WLAN-Signal mehrere Kilometer entfernt im Flüchtlingsheim ankommt. Dort ist die Antenne wieder mit einem normalen WLAN-Router vom Verein Freifunk verbunden. Die Betreiber der Flüchtlingsunterkunft müssen also keinen eigenen Internetanschluss bezahlen. Rund 1.000 Euro hat die Antenne inklusive Verkabelung durch die Decke gekostet.

Internetspenden dringend gesucht


Ein Serverrack mit vielen bunten Netzwerkkabeln.
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Der "verborgene" Til der Richtfunkanlage

Der Verein Freifunk hat inzwischen auch Gespräche mit der Stadt Essen aufgenommen. Die Flüchtlingsheime sollen so schnell wie möglich mit kostenlosem WLAN ausgerüstet werden, damit die Flüchtlinge ihren Verwandten in der Heimat sagen können, dass sie gut in Deutschland angekommen sind. Wer in der Nähe eines Flüchtlingsheimes wohnt und einen Teil seines Internetanschlusses für die Öffentlichkeit bereitstellen möchte, kann sich an den Verein Freifunk wenden. Da der Verein ein eingetragener Internet-Provider ist, haftet man nicht für illegale Downloads, die möglicherweise dann über den Router erfolgen.

 

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